Das Alpaka - Ein Kamel ohne Höcker?

Alpaka aus der Eifel 450

Kaum jemand weiß etwas über sie

Wer hat sie noch nicht auf einem Video oder Bild gesehen? Alpakas sind überall zu sehen. Auf Kleidung, in sozialen Netzwerken, auf Müslipackungen, als Stofftier und an vielen anderen Dingen.

Es ist in den letzten Jahren ein Riesenhype um diese knuddeligen Vierbeiner entstanden. Aber kaum jemand weiß etwas über sie.

 

Wo kommen sie her? Wo leben sie? Was fressen Alpakas?

Alpakas in den AndenDies und noch vieles mehr könnt ihr hier über die Alpakas und ihr „Vlies der Götter“ erfahren.

Alpakas kommen ursprünglich aus Südamerika. Genauer gesagt leben sie dort in den Anden. Der größte Teil der Alpakas lebt in Peru. Dort leben ca. 3,5 Mio. Alpakas. Chile und Bolivien werden auch von ihnen bewohnt. Dort sind im Verhältnis zu Peru aber nur wenige Tiere zuhause.

Peru ist das größte Exportland in Sachen Alpaka auf der Welt. Sie leben dort in Herden von bis zu mehreren tausend Tieren. In der Regel halten die Bauern dort aber zwischen 100 und 800 Alpakas. In Höhen bis über 5000 Meter können die Tiere dort problemlos überleben.

Durch ihr dickes und nahezu wasserdichtes Vlies sind sie gerüstet für die extremen Temperaturen in den Anden. Kälte macht ihnen überhaupt nichts aus. Sie sind perfekt gerüstet für die extremen Bedingungen dort. Bei Alpakas unterscheidet man zwei Arten: Suri Alpakas und Huacaya Alpakas. Huacayas sind die meist verbreitete Art auf der Welt. Der Suri Anteil liegt weltweit nur bei wenigen Prozent im Vergleich zu den Huacayas. Diese beiden Arten unterscheiden sich optisch aber deutlich voneinander. Der Körperbau hingegen ist jedoch gleich.

 

Suris Alpakas in den Anden 450Suris Alpakas haben ein langes Vlies

Dieses fällt in einem Scheitel gleichmäßig nach rechts und links vom Rücken herab. Sie werden in der Regel auch nicht jedes Jahr geschoren. Alle zwei Jahre reicht aus. Ihr Scheitel hat allerdings einen kleinen Nachteil. Da diese Stelle am Rücken wegen der seitlich herabfallenden Faser immer etwas nackt ist, können sie an dieser Stelle leichter frieren. Dies ist in ihrem Herkunftsland Peru bzw. in den Anden ein kleines Problem. Bei den extremen Wetterverhältnis im Andengebirge können sie sehr leicht frieren und deshalb leben sie meist in geringer Höhe als ihre Artverwanden die Huacaya Alpakas. Suri Faser hat optisch einen ganz besonderen Glanz. Sie lässt sich Aufgrund ihrer Länge auch besser weiterverarbeiten, kann aber in Sachen Feinheit und Qualität nicht ganz mit den Huacayas mithalten.

 

Huacaya Alpakas auf einer Alpaka Farm 450Huacaya Alpakas sind die meist verbreitete Art der Alpakas

Sie sind an ihrem Körper gleichmäßig bewollt. Wenn man sich ihrer Faser genau anschaut, kann man feststellen, dass die Faser lockig erscheint. Dieses Merkmal ist der sogenannte Crimp. Der Crimp ist von Tier zu Tier verschieden. Je Lockiger die Wolle, desto mehr Crimp hat sie. Ein lockiger Crimp ist ein Zeichen für bessere Qualität der Alpakawolle. Der Crimp ist wichtig für die Weiterverarbeitung der edlen Faser. Je mehr Crimp die Faser enthält, desto besser kann sie weiterverarbeitet werden. Huacayas leben wegen ihrer etwas wärmeren Wolle in höheren Regionen des Andengebirges.

 

Alpakas beim Geschlechtsverkehr 450Es gibt noch weitere Artverwandte der Alpakas

Suri Alpakas und Huacaya Alpakas kann man ohne Probleme miteinander Paaren.

So kann man sich bei der Zucht evtl. mit etwas Glück die positiven Eigenschaften der beiden Arten zu Nutze machen.

Alpakas (Lama guanicoe pacos) beim Geschlechtsverkehr im Tierpark Nordhorn.

 

 

Die Vikunja sind die Vorfahren des AlpakasDie Vikunja sind die Vorfahren des Alpakas

Sie leben noch heute wild in den Anden. Vikunjas sind genau wie Alpakas Herdentiere und sind die Vorfahren des Alpakas.

Ihr Bestand ist aber wegen der Wilderung stark reduziert worden. So wurde das Vikunja leider fast ausgerottet. Aber zum Glück wurden rechtzeitig Maßnahmen getroffen um den Bestand zu sichern. Mittlerweile hat sich der Bestand in der Andenregion wieder zum Großteil erholt.

Vikunja Faser ist die edelste Faser der Welt. Keine Andere Naturfaser kann in Sachen Feinheit mit ihr standhalten. Leider Liefern diese Tiere aber nur sehr wenig Wolle. Ca. 300 bis 400g Wolle bekommt man nur alle paar Jahre von einem Tier.

Damit ist sie nicht nur die feinste Wolle, sondern auch die seltenste Wolle der Welt.

 

Drei Lamas mit Jungtier auf einer Wiese 450Lamas haben bananenförmige Ohren

Das Lama ist hierzulande auch weit verbreitet. Es wird leider sehr oft mit Alpakas verwechselt. Aber man muss nicht sehr genau hinschauen um einen Unterschied festzustellen. Lamas sind in der Regel deutlich größer als Alpakas. Ihre Ohren haben eine etwas bananenförmige Form und sind auch etwas länger. Des Weiteren sind sie auch insgesamt kräftiger und stämmiger gebaut als ihre Artverwanden, die Alpakas. Ihre Wolle hat keine besonders gute Qualität. Aber Lamas wurden von den Inkas auch nicht für die Wolle gezüchtet. Sie wurden von ihnen als Lastentiere genutzt um Baumaterialien z.B. zu transportieren. Lamas sind wie Alpakas auch domestiziert worden. Lamas stammen vom Guanako ab.

 

Guanako unterscheiden sich kaum vom Lama

Das Guanako Tier lebt ebenfalls in Südamerika. Lamas stammen vom Guanako ab. Sie leben auch in den Anden aber eher in Argentinien. Guanakos leben bis heute noch in freiere Wildbahn. Verschiedene Züchter in Südamerika halten sie wegen ihrer edlen Felle. Sie werden rein für die Felle gezüchtet und gehalten. Ihr Fell sind braun-weiß und rein optisch sehen sie genau aus wie Lamas. Sie unterscheiden sich kaum in Größe und Körperbau von Lamas.

 

Alpakas sind Schwielensohler der Fuss besteht nicht aus Hufen sondern aus SchwielenVon Neuweltkameliden und Altweltkamele

Alpakas, Vikunjas, Lamas und Guanakos gehören alle zur Gattung der Kamele. Sie gehören in die Kategorie Neuweltkameliden. Sie können sich untereinander paaren und fortpflanzen.

Sie sind Schwielensohler, d.h. ihr Fuß besteht nicht aus Hufen, sondern aus Schwielen. Sie haben an jedem Fuß zwei Zehen mit Zehnägel und die Fußunterseite bildet die Schwiele. Das ist eine Art Hornhaut, die besonders für ihre steinigen Untergründe in den Anden geeignet ist.

Dromedare und Trampeltiere gehören ebenfalls zur Gattung der Kamele. Sie gehören zu der Kategorie Altweltkameliden. Sie sind deutlich größer als Neuweltkamele und lassen sich auch nicht mit ihnen paaren.

 

Alpakawolle ist das Vlies der GoetterWas hat Alpakawolle mit den Göttern zu tun?

Alpakas wurden im Laufe der Jahrtausende vom Menschen domestiziert, d.h. sie wurden zum „Haustier“ gezüchtet. Die Inka haben bereits vor Jahrtausenden den Nutzen ihrer hervorragenden und feinen Wolle erkannt und ihn genutzt.

So begannen sie bereits damals gezielt nach ihren Bedürfnissen die Tiere zu züchten und haben so stets ihr Wollqualität verbessert. Zu dieser Zeit war die Wolle ausschließlich Adligen, Priestern und besser gestellten Menschen vorbehalten. Deswegen nennt man Alpakawolle auch das „Vlies der Götter.“

 

Braunes Alpaka Tier mit KulleraugenEinzigartige Geschöpfe aus Mutter Natur

Alpakas sind zauberhafte Tiere. Fast jeder der sie sieht, verlebt sich sofort in ihr doch etwas seltsames, aber doch wundervolles Aussehen. Mit ihren großen, dunklen Kulleraugen, ihrer feschen Frisur, ihrem etwas ungewöhnlichen Körperbau und ihrem langen Hals sind sie ein wundervolles Werk der Natur. Sie sehen nicht nur ulkig aus, nein, sind ganz besondere und einzigartige Geschöpfe unserer Mutter Natur.

Alpakas sind viel intelligenter als sie auf den ersten Blick wirken. Aufgrund ihrer vorsichtigen Haltung betrachten sie alles um sich herum erst einmal vorsichtig und bleiben eher etwas auf Distanz. Nach genauer Betrachtung trauen sie sich erst einen Schritt nach vorn zu machen. Alpakas sind neugierig und distanzierend zugleich. Eine unruhige oder zu schnelle Bewegung kann sie schnell dazu bringen zurückzuschrecken. Das ist ihr natürliches Verhalten gegenüber dem Menschen und anderen Tieren. Dieses natürliche Verhalten kann man trainieren und sich zum Nutzen machen.

Mit speziellen Methoden und Übungen kann man dieses Verhalten etwas trainieren. Aber ihren Fluchtinstinkt legen die Alpakas niemals ab. Das ist auch gut so. Eine Distanz zwischen Menschen und Tier ist auch im Umgang mit den Tieren sehr wichtig. Wenn jede Seite den anderen akzeptiert und dem gegenüber genug Freiraum lässt, ist ein problemloser und artgerechter Umgang mit den Tieren möglich.

 

Ein Alpaka ist ein Herdentier welches am liebsten frisches Gruen frisstEin Herdentier was am liebsten frisches Grün frisst

Alpakas werden hierzulande seit Mitte der 1990er Jahre gehalten. Sie müssen auch hier, so wie in ihren Herkunftsregionen, in Herden gehalten werden. Einzelne Tiere allein zu halten ist nicht möglich, da diese sehr vereinsamen würden. Sie brauch immer ihresgleichen um sich herum. Je größer die Herden, desto wohler fühlen sich die Tiere.

Alpakas sind relativ pflegeleichte Tiere. Den Großteil des Tages verbringen sie mit der Nahrungsaufnahme. Am liebsten fressen sie frisches Grün von der Weide. Das allein reicht aber nicht. Ihr empfindlicher Magen kann durch falsche Ernährung sehr leicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Wichtig ist immer, dass sie zur Nahrung auf der Weide auch genug trockenes Heu oder Gras zur Verfügung haben.

Alpakas sind wie Wiederkäuer, wie Kühe beispielsweise. Ihr Magen besteht aber nur aus drei Kammern, der der Kuh hingegen aus vier. Etwas Ergänzungsfutter in Form von Mineralien ist sehr wichtig, damit sie gesund bleiben.

Sie können bis zu 25 Jahre alt werden. In den Ersten 4 bis 5 Jahren ist ihr Wollwachstum am größten und sie liefern dann die qualitativ beste Wolle. Danach verringert sich ihr Wollwachstum und die Wollqualität wird etwas schlechter.

 

Alpakamutter mit ihrem JungenAlpakas und der Nachwuchs

Alpakas können einmal pro Jahr Nachwuchs bekommen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können sie gedeckt werden und empfangen. Bei ihnen setzt der Eisprung nur während dem Geschlechtsakt ein. So ist eine künstliche Befruchtung nahezu unmöglich. Den Züchtern ist es so nur möglich mit den Tieren zu züchten, die sie sich sorgfältig für ihre Zuchtrichtung aussuchen.

Nach der erfolgreichen Deckung tragen die Stuten in der Regel 11,5 Monate. Dann gebären sie ihr Fohlen (Crias) immer an einem trockenen Tag in den Morgenstunden, damit die Fohlen zur Nacht trocken sind und nicht erfrieren können. In der Regel gebären sie nur ein Crias. Zwillinge kommen eher selten vor und sind auch meist komplizierte Geburten. Die Stuten sind nach der Geburt theoretisch sofort wieder empfangsbereit.

 

Alpakas werden in Therapien mit alten kranken oder behinderten Menschenrden eingesetztAlpaka-Therapie

Sie werden schon lange nicht mehr nur wegen der Wolle gehalten. In Therapien mit alten, kranken oder behinderten Menschen werden sie auch eingesetzt.

Alpakawanderungen sind auch immer mehr gefragt.

Es gibt ebenfalls große Alpakashows, in den Tiere nominiert werden und die Züchter Preise erhalten.

So sind diese Tiere nicht nur putzig, toll und gut anzuschauen, sondern zauberhafte Wesen mit ruhigem Gemüt, die für vieles einsetzbar sind.

Suri und Huacaya

Eine Alpaka-Farm mitten in der Eifel

Wir sind eine kleine Alpaka-Farm inmitten der Südeifel, direkt bei Bitburg gelegen. Wir verkaufen nicht nur unsere Alpaka-Produkte sondern bieten auch Alpaka-Wanderungen durch die schöne Eifel an. Per Autobahnanbindung über die A60 sind Sie schnell bei uns. Unser Hofladen befindet sich zurzeit noch im Aufbau.

Alpaka-Kiste

Alpaka Produkte aus der Eifel

  Gewerbegebiet 5
  D-54636 Messerich

  +49 176 / 82 11 15 89
  info@alpaka-kiste.de

Mo-Fr: 10.00 - 18.00

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